Blog-an!

Als Kinder stellt man sich bekanntlich vor, besondere Superkräfte zu besitzen. Manche wünschen sich, die Zeit anhalten zu können, andere würden gerne fliegen, und wieder andere wollen einfach stark sein oder ewig leben. Ich hingegen wollte Gedanken lesen können, Sprachen verstehen und sprechen sowie mich am liebsten in andere Länder teleportieren. Gerne auch Hand in Hand, gemeinsam, sodass aus einem Ziel ein gemeinsamer Ort wird.

Heute wirkt dieser Wunsch fast naiv. Und doch steckt darin etwas, das mich bis heute begleitet: nicht die Sehnsucht nach einem außergewöhnlichen Fähigkeit, die alles leichter macht, sondern nach etwas, das weiter reicht. Einfach mehr sehen als nur die Oberfläche.

Denn je älter man wird, desto deutlicher wird, dass unsere Grenzen selten dort liegen, wo wir sie vermuten. Nicht zuerst in der Welt um uns herum, sondern in unserem Kopf. In Schubladen, die wir uns angewöhnen, weil sie augenscheinlich Ordnung schaffen: richtig oder falsch, stark oder schwach, Erfolg oder Scheitern. Diese Kategorien sind praktisch – bis sie anfangen, uns zu definieren. Bis sie den Blick verengen, statt ihn zu schärfen. Bis sie Grenzen setzen.

Dieser Blog ist kein Themenregal. Hier geht es nicht um ein Thema, sondern um eine Richtung: schubladenunabhängig denken. Es ist der Versuch, genau diese gedanklichen Schubladen zu erkennen und zu verlassen. Wach werden, statt im Autopiloten zu bleiben. Nicht, um alles zu erklären, sondern um genauer hinzusehen.

Und dazu gehört auch, Leben dort zu erkennen, wo es oft übersehen wird: bei Lebewesen, die wir nicht sofort als solche wahrnehmen. Sie sind nicht bloß Kulisse. Sie tragen Räume, prägen Stimmungen, wirken und leisten dennoch einen wesentlichen Beitrag zum Leben.

Willkommen bei Blog-an!

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